17 lustige Beispiele, um mit Gamification Ihr Intranet zum Erfolg zu führen – Teil 1

Freiburg, 25.07.2018: Social Intranets – oder auch Kollaboration-Tools – werden von Unternehmen mit einer klaren Zielsetzung eingeführt: Umsätze zu steigern und im besten Fall, als Win-Win-Situation, sogar gleichzeitig Kosten einzusparen. Die Vernetzung der Mitarbeiter und die zentrale Verwaltung von Wissen über ein Intranet ist damit kein Selbstzweck, sondern soll am Ende harte Kennzahlen erfüllen. Der entscheidende Punkt in jedem Intranet ist dabei jedoch die Akzeptanz der Mitarbeiter. Jedes Intranet ist vergleichbar mit einem wachsenden und lebendigen Organismus. Die Aktivierung der Mitarbeiter ist ein zentraler Punkt und entscheidender Faktor für den Erfolg. Neben klassischen Tipps und Tricks, wie Geschäftsführer ihre Mitarbeiter zur Verwendung des Intranets motivieren können, gibt es noch eine Methode, die gerne vergessen wird oder vor allem in Deutschland als Tabu gilt: Die ‚Spielefikation‘ oder auch der ‚Gamifikation-Ansatz‘. Höchste Zeit, sich die Thematik einmal näher anzuschauen.

Der Gamifikation-Ansatz: Spielerisch den unternehmerischen Erfolg steigern

Es mutet auf den ersten Blick seltsam an, geschäftliche Erfolge an lustigen und spielerischen Elementen festzumachen. Zahlreiche soziale Netzwerke, Smartphone-Apps und digitale Produkte haben sich diesen Trick jedoch sehr erfolgreich zu eigen gemacht und damit ihre Angebote oft international ausgerollt. Der Gamifikation-Ansatz, ein Ansatz, der auch sehr gerne im Marketing genutzt wird, bezeichnet dabei die Strategie, spieltypische Elemente in einen spielfremden Kontext einzubetten. Er dient dabei der Motivationsteigerung, eine monotone, zu wenig herausfordernde oder zu komplexe Aufgabe zu erfüllen. So soll ein bestimmtes Produkt – in diesem Fall das Intranet – häufiger zu nutzen & eventuell auch gekauft werden. So die Theorie.
Zu oft sind Intranets nicht nur auf Grund der Technik verwaist. Gerade langjährige oder ältere Mitarbeiter fremdeln oft mit dem System. Der Gamifiktion-Ansatz kann dabei eine Art „intrinsische Einstiegshilfe“ darstellen, die gerade bei frisch lancierten Intranets den entscheidenden Schub geben kann, aber auch bereits bestehenden Lösungen neues Leben einhauchen kann. Grund genug, dem Ansatz eine Chance zu geben.

9 von 17 Beispiele, wie sie mit „lustigen“ Aktionen Ihr Social Intranet pushen

1. Give your intranet a funky name – Geben Sie Ihrem Intranet einen guten (Spitz-)Namen:

Social Business als wichtiger WettbewerbsfaktorOft sind Unternehmen versucht, ihren Intranets professionelle Namen zu geben, um die Seriosität in den Vordergrund zu stellen. Warum aber nicht einmal einen anderen Weg einschlagen und die Mitarbeiter zur Teilnahme motivieren, indem das Intranet einen zwar nicht lächerlichen, aber lustigen Namen bekommt?! Warum das Intranet nicht Bonbonfabrik, FragHorst (BG Unfallklinik Frankfurt), The LOOP (The Children’s Trust), blueye (TÜV Rheinland Group), The Beach House (Fun Sun Vacations) oder Open Air (Thomas Cook Airlines) nennen?! Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ziel ist es, einen (Spitz-)Namen zu finden, den Mitarbeiter gerne verwenden und der einen entspannten und positiven Eindruck hinterlässt.

2. Umfragen erstellen – Fragen Sie Ihre Mitarbeiter:

Social Intranets verbessern offenbar die interne Kommunikation

Social Intranets verbessern offenbar die interne Kommunikation

Umfragen – frei oder als technisches Tool – zeigen die Wertschätzung der Mitarbeiter seitens der Geschäftsführung und sprechen sich auch „offline“ herum. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter nach deren Meinung und lassen Sie sie abstimmen. Wie oben erwähnt vielleicht sogar über den Namen des Intranets, denn Ihre Mitarbeiter sollen das Intranet schlussendlich auch nutzen und sich darin wohl fühlen. Aber auch lustige und alltägliche Dinge zeigen Wirkung und eigenen sich hervorragend für Umfragen. Welche Kaffeemarke soll in Zukunft gekauft werden? Wie soll das Unternehmensmaskottchen heißen? Welches Essen soll an der Weihnachtsfeier aufgetischt werden? All dies zeigt nicht nur, dass die Geschäftsführung an der Meinung der Mitarbeiter interessiert ist und diese auch wertschätzt, sondern die Mitarbeiter werden auch außerhalb des Intranets über die Umfragen und Abstimmungen sprechen und so auch weitere Mitarbeiter von der Nutzung des Intranets überzeugen.
Aber natürlich können auch kleine Wettbewerbe mit direktem Unternehmensbezug durchgeführt werden. Welcher Mitarbeiter hat die beste Antwort auf eine Kundenanfrage gegeben? Welcher Kollege hat den prestigeprächtigsten Neuauftrag an Land gezogen oder welcher Mitarbeiter hat das beste Kundenlob erhalten? Lassen Sie Ihre Mitarbeiter abstimmen und präsentieren Sie zugleich Ihre besten „Pferde im Stall“.

3. WM/EM- oder Bundesliga-Tippspiele – Fußball geht immer:
Nichts zieht so gut wie ein emotionales Thema. Fußball – gerade bei der WM oder der EM – ist geradezu prädestiniert Emotionen im Intranet zu erzeugen. Kanalisiert man diese Emotionen dann mit einem Tippspiel und einer internen Rankingliste der Mitarbeiter, entsteht sofort ein Magnet und ein weiteres Gesprächsthema. Sollte dann noch ein spannender Preis mit ins Spiel kommen, ist der Erfolg eigentlich schon garantiert. Oder anders gefragt: Welcher Mitarbeiter freut sich nicht über einen Tag Sonderurlaub oder eine Flasche Wein für die besten Tippergebnisse?

4. Klassische Kleinanzeigen – der unternehmensinterne Marktplatz:
Ob Wohnungen, Fahrräder, Autos oder Spielzeug – je nach Größe des Unternehmens und Anzahl der Mitarbeiter – kann über einen Kleinanzeigen-Bereich ein regelrechter Marktplatz entstehen. Mitarbeiter können ungenutzte Dinge kaufen oder verkaufen. So wird nicht nur das Intranet belebt, sondern die Mitarbeiter lernen sich und vielleicht auch ihre gegenseitigen Vorlieben besser kennen, was als netter Nebeneffekt noch den Zusammenhalt im Unternehmen stärkt.

5. Chats und direkte Nachrichten – so bleiben Mitarbeiter in Kontakt:
Eine Funktion, die gerne als Spielerei und damit als unnötig angesehen wird, sind Chats und direkte Nachrichten. Zu sehr fürchten sich Geschäftsführungen davor, dass Mitarbeiter mehr privat als geschäftlich im Intranet unterwegs sind. Der direkte und schnelle Austausch, auch über Hierarchie-Ebenen hinweg, erfüllt dabei jedoch gleich zwei Funktionen. Zum einen sich unkompliziert miteinander zu vernetzen – auch mobil. Zum anderen zirkulieren so Informationen deutlich schneller im Unternehmen. Dies verkürzt Reaktionszeiten und Abstimmungen und spart so unnötige Stunden Leerlauf.
Gleichzeitig verhindert eine gute und interne Chat-Software das Aufkommen einer „Schatten-IT“ in Form von WhatsApp und Co. So werden alle Informationen über den hauseigenen und sicheren Server verarbeitet.

6. Photos/Videos – auch „on-the-go“ (Reisen, Kundentermine etc.):
Ein Foto sagt bekanntlich mehr als tausend Worte und erfüllt dabei gleich mehrere Funktionen auf einmal. Zum einen sind Fotos ein sehr gutes Transportmedium, um Mitarbeiter Einblicke in andere Unternehmensbereiche zu geben (im Betrieb aber auch außerhalb z.B. auf Geschäftsreisen zu spannenden Kunden). Zum anderen können diese sehr gut genutzt werden, um darauf wiederum Wettbewerbe und Abstimmungen aufzubauen. Warum nicht mal jeden Freitag den lustigsten Schnappschuss aus dem Unternehmen oder vom ausgefallensten Karnevalskostüm prämieren? Casual Friday im Intranet – oder: „Never underestimate the power of a funny cat video to boost worker morale and positive sentiment about their jobs!“

7. Gemeinsame Events schweißen zusammen – auch private Events & Freizeitbeschäftigungen:

Nicht nur firmeninterne Events, auch kleinere und (halb)private Events, wie der Ausflug der firmeninternen Sportgruppe, ein Kartenspielabend oder – wie es gerade die Deutsche Telekom, Siemens und SAP Zürich gezeigt haben – auch firmeneigene Ausflüge zum Christopher Street Day (CSD) können so sehr gut im Intranet promotet werden. Im Anschluss können diese Events dann sogar in der Außenkommunikation genutzt werden, was die Marketing-Abteilung freuen dürfte und auch dem HR-Thema zuträglich sein dürfte.

8. Aktuelle Nachrichten – z.B. Tagesschau.de:
Auch wenn die Inhalte der aktuellen Nachrichten wohl meistens nicht lustig sind, helfen Anbindungen an Anbieter wie z.B. Tagesschau.de den Mitarbeitern zentral einen Überblick über die aktuelle Nachrichtenlage zu geben und diese kurz und knapp zu informieren. Alternativ kann auch ein Witz des Tages eingeblendet werden.

9. Webcam für interessante Orte im Unternehmen – z.B. Kaffee-Maschine, Snackautomat etc:
Im Rahmen der DSGVO ein nicht ganz einfaches Thema, aber dennoch vielleicht für die eine oder andere Situation (je nach Bildausschnitt) realisierbar. Warum nicht den Inhalt des Snackautomaten, der Teebox oder des Kaffeekapselspenders per Live-Cam ins Intranet übertragen? Eine kleine Spielerei mit viel Magnet-Wirkung, die gleichzeitig auch dem zuständigen Mitarbeiter zeigt, wie schnell der Snackautomat aufgefüllt werden muss. Ob gleich die bei Mitarbeitern beliebte Bar um die Ecke (z.B. ab Freitag um 17 Uhr) live im Intranet übertragen werden muss, wie es ein US-Unternehmen zur Aufheiterung der Kollegen macht, sei mal dahingestellt und jedem selber überlassen.

Die auf den ersten Blick lustigen Beispiele erfüllen als finales Ziel ganz klar handfeste Kennzahlen (KPI). Nämlich Mitarbeiter spielerisch mit dem Intranet vertraut zu machen und sie dort zu binden, was sich schlussendlich auf die unternehmerische Nutzung der Intranets niederschlägt.

Lesen Sie im zweiten Teil der Serie, wie Sie mit „Boss out of office-Meldungen“, Kochrezepten, Coupons, Statistiken und Mitfahrzentralen Ihre Mitarbeiter noch mehr in Ihr Intranet einbinden und gleichzeitig noch andere unternehmerische Benefits abräumen, die Ihnen helfen, Kosten zu senken.

 

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Bildquelle: Anthony DELANOIX / unsplash.com

2018-10-19T08:26:10+00:00

About the Author:

Ralf Bachmann
Content Marketing & PR Manager: Ralf Bachmann betreibt den Blog www.arbeitsplatz40.de seit Juli 2018. Der Medien- und Kommunikationswissenschaftler interessiert sich für Content Marketing, Online Marketing, Social Media, PR und Digitalisierung.

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