„Social Intranets bringen einen Kulturwandel in Unternehmen“

Das Beratungshaus Avispador hat im Rahmen eines Research-Projektes das Thema Social Intranet und Unternehmenskultur aufgearbeitet. Herausgekommen ist eine umfassende Beschreibung der Evolution von Büroarbeitsplätzen. Hier haben wir das Paper für euch zusammengefasst.

Die Untersuchung „Über Social Intranet“ bewertet Social Intranets als wichtigen Treiber hin zu mehr Agilität in der Zusammenarbeit. Sie werden klar abgegrenzt von „klassischen“ Intranet-Lösungen:

Während das „klassische Intranet“ seit Langem in der Krise steckt, sich als ein Tümpel von Informationen über alles und nichts präsentiert, gewinnen Social-Intranet-Lösungen als zentrales Element des „Digital Workplace“ und moderne Arbeitsplatzszenarien immer mehr an Bedeutung.

Arbeit unterliegt Avispador zufolge einem grundsätzlichen Wandel. Das Paper konstatiert: In den letzten Jahren sei quasi kein Stein auf dem anderen geblieben. Veränderungen bei Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodellen, neue digitale Systeme, neue rechtliche Vorgaben und neue bzw. sich stark verändernde Gewohnheiten der Menschen bedingen eine neue, angepasste oder erweiterte Form des Begriffs Arbeitsplatz.

Dabei seien Veränderungen, wie wir sie gerade erleben, nichts Außergewöhnliches. Arbeit, Arbeitskultur und demzufolge Arbeitsplatzkonzepte unterliegen einem kontinuierlichen Veränderungsprozess.

Im 19. Jahrhundert waren es zum Beispiel Telegrafie und Telefonie. Im 20. Jahrhundert waren es moderne Schreibmaschinen, die Gestaltung von Arbeitsplätzen oder das papierfreie Büro. Um die Jahrtausendwende wurde die E-Mail zum Symbol der neuen Arbeitswelt. Dann kamen die Themen Kollaboration und gemeinschaftliches Arbeiten (Social Business) hinzu – auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Gegenwärtig sind es vernetzte Unternehmen – oder, das Neueste, das Unternehmen als Netzwerk. Das Social Intranet ist in dieser Reihe laut Avispador ein Ausdruck des Wandels.

Weitere Informationen zu Einführung und Betrieb eines Social Intranets erhalten Sie im

Whitepaper „Social Intranet – Dreamwork durch Teamwork“

 

„Agilität ist grundlegend für die Leistungsfähigkeit einer Strategie“

Nur durch technologische Offenheit und Agilität können laut Avispador zukünftige Entwicklungen antizipiert und umgesetzt werden. Und nur so kann die Strategie operativ korrigiert werden. So galten bis vor Kurzem noch fest installierte Desktop-PCs als optimales Arbeitsmittel von Büro- und Wissensarbeitern.

Doch innerhalb weniger Jahre haben sich durch neue Endgeräte wie Smartphones und Tablets auf der einen Seite und neue Services auf der anderen Seite die Anforderungen an die IT-Ausstattung maßgeblich geändert. Die gesamte Arbeitswelt wurde auf Mobilität und Flexibilität gedreht.

Vom Intranet zum Social Intranet…

Avispador sieht das Intranet als Grundlage für Portallösungen, die eine innerbetriebliche Zusammenarbeit ermöglichen. Hierin liegt der Ursprung von Cross Enterprise Collaboration und integrierten Business-Networks.

Doch das klassische Intranet ist mit einigen Problemen konfrontiert. Zum einen herrscht hier eine hierarchische Top-down-Struktur. Die Nutzer können Beiträge lesen, aber nicht immer kommentieren oder teilen. So können Inhalte leicht verteilt werden, die Nutzer haben jedoch wenig eigenen Einfluss und können nicht oder nur in geringem Maße interagieren. Inhalte werden als redaktionelle Inhalte gesehen und nicht als elementarer Bestandteil des Dialogs.

Darüber hinaus stellt Avispador fest, dass sich in vielen Intranets zahlreiche Dokumente finden, die nicht in einen direkten Kontext zum Arbeitsalltag der Anwender gesetzt werden. Und schließlich werden Inhalte wegen fehlender Optionen nicht gepflegt oder weiterentwickelt.

Wieso werden klassische Intranets zunehmend ausgemustert?

„Klassische“ Intranet-Strategien waren und sind laut den Analysten sender- und informationsgetrieben. Eine schnelle oder wirklich offene Kommunikation und eine pragmatische Möglichkeit, Mitarbeiter einfach zu vernetzen, gibt es hier nicht.

Und genau hier setzen Anbieter von Social Intranet-Lösungen an: Durch die Vernetzung von Menschen mit Menschen, von Menschen mit Inhalten sowie zukünftig auch verstärkt von Inhalten im Kontext mit Menschen wird die Leistungsfähigkeit nachhaltig gesteigert. Im Kern steht dabei ein passender Dialog mit relevanten Inhalten bei einer quasi permanenten Verfügbarkeit von Wissen und Erkenntnissen.

Warum sollten Unternehmen ein Social Intranet einsetzen?

Avispador erkennt im Einsatz von Social-Intranet-Lösungen einen konsequenten Schritt zu mehr Interaktion und systematischer Informationsverwaltung. Sei es auf der Ebene von Teams, Abteilungen, Projektgruppen, Standorten oder im Unternehmen als Ganzes:

Die allgemeine Meinung ist gegenwärtig, dass Social-Intranet-Modelle und -Lösungen einen entscheidenden Beitrag zu Wettbewerbsfähigkeit und Relevanz von Firmen leisten können. Warum? Weil diese Lösungen, Denkmodelle und Systeme das Mittel für zeitgemäße und zukunftsfähige Kollaborations- und Kommunikationslösungen sind.

Als Vorteile von Social Intranets fasst die Untersuchung zusammen:

  • leichterer Wissensaustausch und vereinfachtes Wissensmanagement
  • verbesserte Innovationskraft der Organisation
  • positive Effekte auf die Unternehmenskultur
  • erhöhte Motivation bei Anwendern

 

Das gesamte Paper gibt es auf Slideshare:

2017-05-12T14:31:48+00:00

About the Author:

Christoph Herzog betreibt den Blog www.arbeitsplatz40.de seit Januar 2016. Der Literatur- und Kulturwissenschaftler interessiert sich für die Berührungspunkte von (Arbeits-) Kultur und Technologie: Wie verändert die Digitalisierung unsere Art zu arbeiten? Und welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich daraus?

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